Badidebakel

Geschäftsbericht 2023: der VR stellt die Sinnfrage

Der VR informiert transparent im Geschäftsbericht 2023 der Badi Reiden AG. Zu loben ist das neu eingeführte Risikomanagement. Darin stellt der VR die Sinnfrage.
Ebenfalls verweist der VR auf den schlechten Businessplan der BDO bezüglich der Kostenseite hin. Genau mit diesem Businessplan wurde die Abstimmung beworben und somit ist klar, dass der Bürger und Steuerzahler einmal mehr hinter's Licht geführt wurde.

Download
240405_Badi Geschäftsbericht 2023.pdf
Adobe Acrobat Dokument 616.1 KB
Download
240404 Badi Revisionsbericht 2023.pdf
Adobe Acrobat Dokument 680.0 KB


Badi - alles in trockenen Tüchern?

Die Badi meldet für das Jahr 2022 einen Rekordumsatz. Sogar ein zukünftiger Verzicht auf die Gemeindebeiträge steht in Aussicht. Ist ein Rekordumsatz mit einem guten Ertrag und einer positiven Bilanz gleichzusetzen?

Diese Fragen können nur beantwortet werden, wenn der Jahresabschluss mit Bilanz & Erfolgsrechnung, sowie der neue Businessplan den Inhabern der Badi Reiden AG = Bürger der Gemeinde Reiden präsentiert wird.Genau so, wie das bei jeder AG der Fall ist. Wir hoffen, dass sich der Gemeinderat als Vertreter des Aktionariats (Bürger der Gemeinde Reiden) zu diesem Schritt entscheidet.

 

Und immer wieder der Ruf nach Transparenz - nicht nur von der ig Reiden. Die Frage nach der Entlastung des früheren Verwaltungsrates kommt uns bekannt vor.

 

Eine Klage gegen die AK Bautreuhand soll 2.5 mio in die Badikasse spülen. Ob das gelingt?

 

Der Verwaltungsrat der Badi tritt zurück - wegen der ig Reiden, respektive der Aussage eines Mitglieds der ig an der Gemeindeversammlung vom Dezembe 2022. Ist es wirklich so einfach?

 

Und das sagen die Medien dazu.


Ausgangslage

An der Urnenabstimmung vom 31. März 2019 konnten die Stimmbürger von Reiden über 2 Szenarien zur Badi abstimmen:

A) Sonderkredit von Fr 16'050'000.- für die Sanierung und Weiterführung der Badi innerhalb der Badi Reiden AG (100% im Besitze der Gemeinde Reiden)

B) Sonderkredit von Fr 2'500'000.- für die Stillegung und den Rückbau der Badi

 

Bei einer Stimmbeteiligung von 51.4% sprachen sich 1'407 Bürger für Szenario A aus.

 

Mittlerweile musste die Badi Reiden AG erneut finanzielle Mittel bei der Gemeinde beantragen, da die Sanierungskosten massiv überschritten wurden. Eine Task-Force soll die Umstände der Kostenüberschreitungen durchleuchten - auf einen Bericht warten die Bürger und Steuerzahler immer noch.

In den Medien liest man von Anschuldigungen gegenüber dem Architekten, der das Projekt startete, dann jedoch ausstieg. Der Architekt wehrt sich nun ebenfalls via Medien gegen die rufschädigenden Aussagen der Badi Reiden AG.

 

Und zu guter Letzt ist jetzt auch noch der Verwaltungsrat der Badi Reiden AG zurückgetreten.

Unser Standpunkt

 Es besteht dringender Handlungsbedarf:

  • offene und regelmässige Informationen der Bürger und der Controllingkommission durch den Gemeinderat 
  • Offenlegung aller Zahlen und Fakten, inklusive Jahresrechnung 2020 der Badi Reiden AG; Übersicht der getätigten Pflichten und Rechte von Gemeinderat und Verwaltungsrat der Badi Reiden AG gemäss Leistungsvereinbarung; Betriebskonzept der Badi 
  • Offenlegung der Vergütungen an den Verwaltungsrat (VR-Honorar; Vergütungen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt) 
  • Vorstellung eines Controlling Cockpit welches a) den Geschäftsverlauf der Badi quartalsweise aufzeigt und b) den Stand des Bauprojektes spiegelt
  • Übersicht Informationsfluss seitens Gemeinderatsvertreter Projektmitglied an den Gesamtgemeinderat
  • Protokollauszüge der durch den Gemeinderat beschlossenen Massnahmen zur Rettung  des Projektes, welches der Bevölkerung vorgelegt wurde 

Die Badi Reiden AG hat aus der Vergangenheit nichts gelernt. Auch mit dem 16-Millionen-Rettungsring lernte die Badi-Führung nicht schwimmen. Alternativen gibt es. Wir informieren über mögliche Szenarien.


In Sachen Badi wurden weder Gemeinderat noch Bürger ordentlich und rasch informiert.

Ein Schlaglicht auf die Hintergründe wirft die Glosse „Trübes Wasser“.