Badidebakel

Die ersten 100 Tage

Übernimmt jemand ein eine neue Aufgabe, eine neue Arbeit oder ein öffentliches Amt, ist es Usanz, dass man derjenigen Person eine Probezeit oder eine Einarbeitszeit gewährt, bevor man erstmals ein Urteil über sie fällt oder eine erste Befragung zum Stand der Arbeiten, zu dem was man angetroffen hat, vornimmt. Diese Frist ist nun abgelaufen


So geht es auch!

Immer wieder wird beklagt, dass freies Schwimmen für gesundheitsbewusste Hobby-Schwimmer fast unmöglich ist, weil die Badi Reiden von den Schulen der Gemeinde Reiden und den umliegenden Gemeinden besetzt ist. Damit entfallen wichtiges Eintrittsgeld plus der Umsatz im Restaurant, der durch den "Individual-Schwimmer generiert werden könnte. Ob die Pressemeldung in 20 Minuten vom 9. August 2021 die Badileitung zum Überdenken des Betriebskonzeptes anregen wird?


Wie weiter mit der Badi?

Eine Mantelnutzung schlugen wir einst vor. „Neues Potential aus einer misslichen Situation“ empfahlen wir damals. Die damals von der ig-reiden und von der früheren Arbeitsgruppe zur Badi-Sanierung vorgebrachten Vorschläge sind aktueller den je.  Wir hoffen, dass der neue Verwaltungsrat diese Vorschläge aufnimmt und einer ernsthaften Prüfung unterzieht. 


Auch die Schwimmer sind in der Pflicht!

Schwimmen ist gesund, aber nicht weniger ein Privatvergnügen als viele andere Freizeitaktivitäten. Dass Steuerzahler die Schwimmer (und nicht die Sportschützen, Skifahrer oder Springreiter) jedes Jahr mit 430‘000 Franken subventionieren sollten, ist nicht zu begründen. Tatsächlich wäre es naheliegend, dass diejenigen Bürger, die für den Erhalt der Badi stimmten, nun unverzüglich Aktien der Badi AG zeichnen, um ihr die nötigen Gelder zukommen zu lassen. Warum?


Der neue Badi-VR steht in der Pflicht

Nach Bekanntwerden der massiven Kostenüberschreitung bei der Badi-Sanierung wies die ig-reiden darauf hin, dass eine allfällige Décharge-Erteilung einstimmig zu geschehen hätte (siehe Beitrag unten). Tatsächlich verweigerten die nicht im Ausstand stehenden Gemeinderäte daraufhin die Entlastung. Allerdings liess der neue, dynamisch auftretende Verwaltungsrat der Badi AG anlässlich seiner Vorstellung verlauten, er wolle sich nicht mit der Aufarbeitung der missglückten Renovation beschäftigen, sondern möchte nach vorne schauen. Verständlich – aber darf er das?


Ein vernichtendes Zeugnis

Der Schlussbericht der Task Force zur noch nicht abgeschlossenen Badi-Renovation liegt vor. Das Resultat ist keine Überraschung und lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Dilettantismus pur.   weiter lesen >>>


Rückgrat: Bruno Geiser soll die politische Verantwortung tragen

Als strategisches Führungsorgan ist der Gemeinderat für die Unternehmensführung und -überwachung gemäss Ordnungsrahmen verantwortlich. Diese Aufgabe ist weder übertragbar noch entziehbar. Wenn man nicht fähig ist, diese politische Verantwortung zu erfüllen oder bei Nichterfüllung die Konsequenzen zu tragen, sollte man sich vom Amt als Gemeinderat verabschieden. Mehr zum Thema


Décharge-Erteilung an den Badiverwaltungsrat möglich?

Gemeindepräsident Kunz (erster Verwaltungsratspräsident der Badi) und Gemeinderat Geiser (Vertreter des Gemeinderates in der Baukommission) dürften betr. Badi die Kriterien für Befangenheit erfüllen – der Gemeindepräsident und Exverwaltungsratspräsident allein schon aufgrund der Feststellung des Regierungsrates des Kantons Luzern, dass seitens Gemeinderat und Badi Reiden AG nicht klar und fair informiert wurde (LGVE: 2019 VI Nr. 2). Folglich müssen sie für Abstimmungen zur Décharge-Erteilung oder Wahlen innerhalb der Badi AG in den Ausstand treten. Die übrigen drei Gemeinderäte müssten also gemäss Gesetz einstimmig entscheiden.

Mehr dazu in der Glosse „Brüder im Nebel“.


Ausgangslage

An der Urnenabstimmung vom 31. März 2019 konnten die Stimmbürger von Reiden über 2 Szenarien zur Badi abstimmen:

A) Sonderkredit von Fr 16'050'000.- für die Sanierung und Weiterführung der Badi innerhalb der Badi Reiden AG (100% im Besitze der Gemeinde Reiden)

B) Sonderkredit von Fr 2'500'000.- für die Stillegung und den Rückbau der Badi

 

Bei einer Stimmbeteiligung von 51.4% sprachen sich 1'407 Bürger für Szenario A aus.

 

Mittlerweile musste die Badi Reiden AG erneut finanzielle Mittel bei der Gemeinde beantragen, da die Sanierungskosten massiv überschritten wurden. Eine Task-Force soll die Umstände der Kostenüberschreitungen durchleuchten - auf einen Bericht warten die Bürger und Steuerzahler immer noch.

In den Medien liest man von Anschuldigungen gegenüber dem Architekten, der das Projekt startete, dann jedoch ausstieg. Der Architekt wehrt sich nun ebenfalls via Medien gegen die rufschädigenden Aussagen der Badi Reiden AG.

 

Und zu guter Letzt ist jetzt auch noch der Verwaltungsrat der Badi Reiden AG zurückgetreten.

Unser Standpunkt

 Es besteht dringender Handlungsbedarf:

  • offene und regelmässige Informationen der Bürger und der Controllingkommission durch den Gemeinderat 
  • Offenlegung aller Zahlen und Fakten, inklusive Jahresrechnung 2020 der Badi Reiden AG; Übersicht der getätigten Pflichten und Rechte von Gemeinderat und Verwaltungsrat der Badi Reiden AG gemäss Leistungsvereinbarung; Betriebskonzept der Badi 
  • Offenlegung der Vergütungen an den Verwaltungsrat (VR-Honorar; Vergütungen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt) 
  • Vorstellung eines Controlling Cockpit welches a) den Geschäftsverlauf der Badi quartalsweise aufzeigt und b) den Stand des Bauprojektes spiegelt
  • Übersicht Informationsfluss seitens Gemeinderatsvertreter Projektmitglied an den Gesamtgemeinderat
  • Protokollauszüge der durch den Gemeinderat beschlossenen Massnahmen zur Rettung  des Projektes, welches der Bevölkerung vorgelegt wurde 

Die Badi Reiden AG hat aus der Vergangenheit nichts gelernt. Auch mit dem 16-Millionen-Rettungsring lernte die Badi-Führung nicht schwimmen. Alternativen gibt es. Wir informieren über mögliche Szenarien.


In Sachen Badi wurden weder Gemeinderat noch Bürger ordentlich und rasch informiert.

Ein Schlaglicht auf die Hintergründe wirft die Glosse „Trübes Wasser“.


Dokumente

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WB 11. Mai 2021 - Der Architekt weist Vorwürfe zurück
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WB 07. Mai 2021 - Der grosse Knall bei der Badi Reiden AG
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WB 11. Dezember 2020 - Erhebliche Mehrkosten für Sanierung
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WB 2. April 2019 - Zustimmung Sonderkredit Sanierung Badi
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GR 13. März 2019 - Abstimmungsbroschüre zur Zukunft der Badi
REIDEN_Botschaft_Badi_definitiv.pdf
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